Freundlichkeit ist der Einstieg, nicht das Ziel
Anne-Marie Vissers hört es regelmäßig: "Meine Mitarbeiter sind freundlich." Das stimmt meistens auch. Kein Mensch steht morgens auf und will Kunden schlechten Service bieten. Freundlichkeit ist Grundvoraussetzung, aber sie löst kein strukturelles Problem.
Wo Kundenfrustration wirklich entsteht
Kundenfrust entsteht selten wegen eines unfreundlichen Mitarbeiters. Er entsteht, wenn:
- E-Mails nicht beantwortet werden, obwohl der Kunde bereits mehrfach geschrieben hat
- ein versprochener Rückruf ausbleibt
- der Frontoffice-Mitarbeiter Zusagen macht, die das Backoffice nicht einhalten kann
- niemand die interne Kommunikation zwischen Abteilungen sicherstellt
Der schwierigste Job im Unternehmen
Mitarbeiter im Kundendienst fangen den Ärger auf, der durch schlechte Prozesse entstanden ist. Sie stehen am Telefon, wenn ein Kunde wegen einer unbeantworteten E-Mail anruft, also für etwas, das sie selbst nicht verursacht haben. Das führt zu Druck auf beiden Seiten, und das war manchmal schon konfrontierend.
Was das für dein Unternehmen bedeutet
Freundlichkeit und funktionierende Prozesse sind keine Alternativen, sie sind ein System. Wer nur in freundliche Mitarbeiter investiert, aber Backoffice-Strukturen vernachlässigt, gibt seinen Kunden halben Service. Die Bewährte 3-Phasen-Methode von Kunden-Erlebnis setzt genau hier an: Nullmessung zeigt, wo Prozesse aus Kundensicht versagen. Verbessern und Steuern richtet Strukturen, Training und Kommunikation neu aus. Verankerung sorgt dafür, dass die Verbesserung bleibt.