Feedback annehmen, Ego weglegen, neu machen
Freiwilliges Kundenfeedback ist Gold. Wer das Ego weglegt und Strukturen anpasst, macht beim zweiten Anlauf mehr aus dem ersten.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Nimm freiwilliges Kundenfeedback sofort ernst: Es ist selten und es ist Gold. Leg das Ego in den Schrank, bevor du antwortest.
- Frag nach, wenn Feedback kommt. Nicht 'Was lief schief?', sondern 'Womit habt ihr euch nicht abgeholt gefühlt?' - das bringt konkrete Argumente statt Verallgemeinerungen.
- Sitze dich hin mit dem Feedback und schau dir Strukturen, Protokolle und Verhalten konkret an. Erst dann anpassen.
- Eine zweite Chance ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Professionalität. Wer sie annimmt und umsetzt, zeigt dem Kunden: Ich höre wirklich zu.
- Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten und weitergehen - das gilt im Kundenkontakt genauso wie auf der eigenen Bühne.
Zeitstempel
Shownotes
Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten
Anne-Marie Vissers beschreibt in dieser Folge einen Moment aus ihrer eigenen Praxis: Ein Managementvortrag, der nicht gelandet ist. Der Geschäftsführer gab ihr direktes Feedback: Das Team wurde nicht abgeholt. Erster Impuls war Reaktanz. Zweiter Schritt: fragen, zuhören, eine zweite Chance nehmen.
Was diese Folge behandelt
- Wie Anne-Marie nach einem Vortrag konkretes Feedback vom Geschäftsführer bekam und wie sie damit umgegangen ist
- Warum der erste Impuls nach Kritik fast immer das Ego ist, und warum das kein Problem ist, solange es nicht das letzte Wort hat
- Wie freiwilliges Kundenfeedback in der Praxis aussieht: kein NPS-Formular, keine Höflichkeitsfrage, sondern ein offenes Gespräch
- Die zentrale Frage: Hast du dich wirklich hingesetzt, Strukturen und Protokolle angeschaut und sie dann angepasst?
Kernbotschaft
Wenn ein Kunde freiwillig Feedback gibt, ist das Gold. Ob im direkten Gespräch, ob nach einem Vortrag oder nach einer Lieferung: Dieses Feedback kommt selten. Und es geht nicht verloren durch schlechten Willen, sondern durch Ausreden. Das System. Die Auszubildende. Die Personalknappheit. Ganz im Ernst: Wie oft wurde das Feedback wirklich angenommen und in Verhaltensänderung übersetzt?
Praktischer Hinweis aus der Folge
Anne-Marie Vissers hat einen Test mit 13 Fragen entwickelt, mit dem du herausfindest, was für Kunden du hast und was diese Kunden brauchen. Das Ergebnis hilft dir, Prozesse und Strukturen gezielt anzupassen. Den Test bekommst du kostenlos und ohne E-Mail-Adresse, indem du "Test" in die Kommentare schreibst.
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Häufig gestellte Fragen
Warum ist freiwilliges Kundenfeedback so wertvoll?
Freiwilliges Feedback kommt selten. Der Kunde muss sich aktiv entscheiden, es zu geben, obwohl er das nicht muss. Wer das ignoriert oder wegerklärt, verliert eine direkte Chance, Prozesse und Verhalten gezielt zu verbessern.
Was tun, wenn das Ego nach Kritik die Oberhand gewinnt?
Reaktanz im ersten Moment ist normal. Entscheidend ist, was danach passiert. Ego in den Schrank legen, nachfragen - 'Womit habt ihr euch nicht abgeholt gefühlt?' - und dann konkret mit Strukturen und Protokollen an den Tisch setzen.
Wie verändert eine zweite Chance die Kundenbeziehung?
Eine zweite Chance, die gut genutzt wird, baut mehr Vertrauen auf als ein fehlerfreier erster Versuch. Der Kunde sieht, dass du zuhörst und handelst. Das ist der Kern von echtem emotionalem Kredit in der Geschäftsbeziehung.
Wie oft sollte ich als Unternehmen aktiv nachfragen, ob Feedback angenommen wurde?
Anne-Marie Vissers gibt keine konkrete Frequenz vor, betont aber: Closing the Loop gehört zur Struktur. Feedback annehmen ohne sichtbare Konsequenz ist keine Verbesserung, sondern eine verpasste Gelegenheit.
Was bringt der Kunden-Test mit 13 Fragen?
Der Test zeigt, was für Kunden du hast und was diese Kunden konkret brauchen. Das Ergebnis hilft dir, Prozesse und Strukturen gezielt anzupassen, damit Kundenerlebnisse nicht dem Zufall überlassen bleiben.
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