Jeden Freitag kommen die NPS-Ergebnisse ins Haus. Klingt einfach, ist es aber nicht ganz: zwischen der Lieferung und dem ausgewerteten Feedback liegen rund zwei Wochen. Der Kunde bekommt nach der Zustellung einen Fragebogen, die Antworten werden gesammelt und bewertet, und erst dann landet die Zahl auf dem Tisch von Martha und Bestrim.
Das bedeutet: Wer nur auf den wöchentlichen NPS-Bericht wartet, schaut immer in den Rückspiegel. Deshalb arbeitet das Team mit einem zweiten Frühwarnsystem. Kommen in einer Woche ungewöhnlich viele Rückrufe, häufen sich Beschwerden oder zeigt die Lieferpräzision Ausreißer nach unten, ist das ein verlässliches Signal. Wie Bestrim es im Gespräch auf den Punkt bringt: "Wir können auch für die letzte Woche schon ein bisschen wissen, wo wir stehen."
Die Lieferpräzision liegt im Schnitt bei rund 95 Prozent. Wenn sie in einer Woche abrutscht, folgt der NPS fast immer. "Das geht meistens wirklich 1 zu 1 miteinander einher", sagt Bestrim. Bestimmte Fahrerteams, die zwei bis drei Prozent schlechter abschneiden, sind direkt in den NPS-Werten ablesbar. Hinter jeder Zahl steckt dabei ein konkreter Ablauf, ein konkreter Mitarbeiter, ein konkreter Moment beim Kunden.
Für Martha war diese Verbindung zunächst überraschend. Sie erinnert sich: "Für mich war Kundenfreundlichkeit immer ein bisschen ungreifbar. Dann habe ich gemerkt, dass sie auch in Zahlen umgesetzt werden kann." Genau das macht den Unterschied: Kundenzufriedenheit ist keine Stimmung, die man vermutet. Sie ist eine messbare Größe, die zeigt, wo in der Kette etwas hakt.