Eine Mitarbeiterin im Unternehmen schlug vor, nicht länger auf die Track-and-Trace-Mail zu setzen, sondern eine eigenständige E-Mail zu versenden, zwei Tage nach der Bestellung. Das Ergebnis war eindeutig: Der Rücklauf stieg von 1,5 Prozent auf mehr als 3 Prozent.
Warum funktioniert das? Weil der Kunde bei einer separaten E-Mail nicht im Voraus weiß, was ihn erwartet. Es ist keine Routine-Nachricht. Es ist eine Nachricht mit einem klaren, einzigen Zweck: sein Feedback einholen. Dieser Kontext schafft Aufmerksamkeit.
Die Track-and-Trace-Mail hatte bei diesem Unternehmen im Durchschnitt 40 Bestellungen pro Kunde im Zeitraum. Das bedeutet: Diese E-Mail ist so vertraut, dass sie automatisch verarbeitet wird, ohne wirklich gelesen zu werden. Wer zusätzliche Informationen in eine solche Mail einbettet, kann davon ausgehen, dass sie schlicht nicht ankommen.
Das ist kein Versagen des Kunden. Der Kunde, der eine Umfrage ausfüllt, will dem Unternehmen wirklich weiterhelfen. Aber er kann es nur, wenn er die Möglichkeit dazu überhaupt wahrnimmt.